Vermittlungsexperiment in der Ausstellung "Keep Walking" von Mark Bradford, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart |
Zugänge zur Kunst: Ausstellungen öffnen
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Papierskizze der Website des Projekts "Hautnah: zwischen Spüren und Speichern" |
Sustainable Digital Storytelling In dieser Lehrkooperation zwischen Brendan Howell, Künstler und widerwilliger Ingenieur, und Nanna Lüth, Künstlerin und eigensinnige Didaktikerin, arbeiteten wir mit Materialien aus den Seminaren „Mit Schüler*innen forschen (zum Thema Klimawandel)“ , seit WiSe2324, die teilweise parallel entstehen. Die Lehrenden vermittelten, wie mit einfachen Mitteln spielerisch und unter Berücksichtigung der Umwelt Online-Geschichten über künstlerische Klimabildung erzählt werden können. Ziel war die Gestaltung einer Plattform, die die Begleitforschung zu bzw. das Projekt „Schools of Sustainability. Handlungsmacht statt Ohnmacht“, eine Kooperation zwischen dem Haus der Kulturen der Welt (HKW), Künstler*innen, Berliner Schulen und der UdK Berlin, dokumentiert. Die von den Studierenden händisch programmierte Website heisst: storiesofsustainability.de
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Bildersammeln in der Ausstellung "Träum weiter – Berlin, die 90er" |
Differenzreflexiv fotografieren mit Schüler*innen In dieser Veranstaltung ging es darum, die Schwierigkeit zu überwinden, Menschen und Situationen fotografisch darzustellen, ohne Klischees und Stereotype zu bedienen. Hierfür stiegen die Seminarteilnehmer*innen zunächst in eigene fotografische Produktionen ein. Zwischenergebnisse und Herangehensweisen wurden besprochen. Die Reflexion der eigenen Erfahrungen mit dem fotografischen Medium und die Diskussion von didaktischen, erziehungs- und kulturwissenschaftlichen Texten begleiteten die Praxis. Ausgehend von diesen Grundlagen wurden fotodidaktische Konzepte entwickelt und in Kooperation mit dem Lehrer Alexander Di Vasos in einem Grundkurs Kunst am Otto-Nagel-Gymnasium, Biesdorf, umgesetzt. In der Ausstellung "Träum weiter - Berlin, die 90er" im c/o Berlin suchten die Schüler*innen nach Anregungen für eigene fotografische Vorhaben.
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![]() Hannah Haendschke: „Wo stehen wir mit der Forschung?“, Karte (Ausschnitt), 2024 |
Mit Schüler*innen forschen (zum Thema Klimawandel) Seminar/Übung (MA) Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, UdK Berlin, WiSe 2023/24 Die Veranstaltung „Mit Schüler*innen forschen (zum Thema Klimawandel)“ entstand durch die Anfrage, an drei Schulen, d.s. die Fritz-Karsen-Schule in Britz, die Evangelische Schule Berlin Mitte und die Dietrich-Bonhoeffer-Grundschule in Charlottenburg, Kunstprojekte zum Thema Klimakrise und Klimagefühle forschend zu begleiten. Die Herausforderung bestand darin, mit einer kleinen Studierendengruppe methodische Grundlagen zu erarbeiten und rechtzeitig zum Projektstart im November teilnehmende Beobachtungen zu unternehmen. Ausgesuchte Literatur über Climate Change Education und empirische Methoden der Beobachtung, des Interviews und des Kartierens begleitete die ersten Schulbesuche. Im Rahmen der künstlerisch-wissenschaftlichen Feldforschung wurden Skizzen, Fotografien, Audioaufnahmen und Texte in verschiedenen Formaten angefertigt. Gegen Ende des Semesters verzeichneten wir den Stand unserer Forschung jeweils in einer Karte, die im kommenden Semester andere Studierende bei der Fortführung des Projekts unterstützen wird (s. Abb.). Universität der Künste Berlin in Kooperation mit dem Projekt „Schools of Sustainability. Handlungsmacht statt Ohnmacht“ vom Haus der Kulturen der Welt (HKW) und von drei Berliner Schulen, gefördert von der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt |
![]() Studierende forschen im Archiv der Hochschule. |
Betrifft Berlin: Kunsterziehung im Nationalsozialismus beforschen Seminar/Übung (MA) Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, UdK Berlin, SoSe 2023 Parallel zur Vortragsreihe mit dem Titel „Kunst/Erziehung im NS. Rückblick, Kontinuitäten, Perspektiven“ (hier der Link zur Dokumentation >>) fand im Sommer 2023 an der UdK Berlin eine Übung im Forschungsmodul für Masterstudierende des Lehramts Kunst statt. Mit Unterstützung des Archivleiters Dietmar Schenk erhielten diese einen Einblick in das Arbeiten im Hochschularchiv (s. Abb.). Nach einer Sichtung des Findbuchs gingen die Studierenden in Gruppenarbeit eigenen Fragen und Interessen nach. Die auf diesem Weg und mit passenden Methodenbausteinen entwickelten Forschungsskizzen hielten die erste Schritte der eigenständige Auseinandersetzung mit Originaldokumenten fest. Die Teilnehmer*innen vertieften ihre Erkenntnisse und Fragen jeweils in Form einer Hausarbeit. Die dafür gewählten Themen beziehen sich etwa zur Hälfte auf historische Ereignisse, die im UdK-Archiv oder in anderen Quellen dokumentiert sind. Die andere Hälfte behandelt, wie der beschriebene Rückblick heute für Kunstunterricht und Ausstellungsvermittlung verwendet werden kann. |
![]() Michelle Marx: Auf der eigenen Spur 1998 (videostill), 2023 |
auf der eigenen Spur. #critical diversity biografieren |
![]() Sammlung von Wunder-Belegen |
Einführung in die Fachwissenschaft (Lehramt Theater) Seminar (MA) Theaterpädagogik, UdK Berlin, WiSe 2022/23 Dieses interaktive Seminar gab einen Einblick in theaterpädagogische Positionen und fachdidaktische Ansätze. Neben einigen Grundbegriffen und Methoden beschäftigten wir uns mit aktuellen Fragen wie theaterpädagogischer Arbeit in der Migrationsgesellschaft, feministischer und inklusiver Theaterpädagogik. Exemplarische Texte wurden in Form von experimentellen Gruppenreferaten vorgestellt und besprochen. So diente ein Text über das Fundus Theater als Sprungbrett für eine Wundersuche mit anschließender Wunderausstellung in einem Wunderordner (siehe Abb.). Das Alltagswunder eines Sprudelspenders wurde hier ebenso aufgezeichnet wie die wundersame Vielfalt von männlichen Namensgebern im und um das Hochschulgebäude. |
![]() Fenia Franz: Your body, my temple, baby (Karaoke), 2023; Foto: Jana Kießer |
Grenzen der Vermittlung erkunden Seminar (MA) Institut für Kunst im Kontext, UdK Berlin, WiSe 2022/23 Ausgehend von einer Bildersammlung ging es in diesem Seminar um die Formulierung persönlicher und gesellschaftlicher Grenzen der Vermittlung. Durch den Austausch über künstlerische Arbeiten, die an gewaltvolle Strukturen oder Ereignisse erinnern oder unbequeme Fragen hervorrufen, können diese Grenzwahrnehmungen genauer betrachtet und je nachdem in Vermittlungsideen übersetzt werden. Das Lehrangebot zielt dabei auf die Entwicklung von diskriminierungskritischen bzw. differenzreflexiven Standpunkten und Handlungsoptionen. Im Verlauf des Seminars entstanden künstlerische Stellungnahmen zu Themen wie sexistische Texte in der Popmusik, rassistische Körpernormen oder Erfahrungen des Eingesperrtseins und Empathielosigkeit in Deutschland, die in Form von Performances oder Installationen dargestellt wurden. |
![]() Vermittlungsexperiment ausgehend von dem Comic “Astrological Sign as Classic Queer Haircuts” von Shelby Criswell |
Didaktische Forschung: Komisch werden.
Humor, Differenz, Kritik Hybrid-Seminar (MA) Institut für Kunst/Kunstpädagogik, Universität Osnabrück, WiSe 2022/23 Diese Ausgabe des Seminars “Didaktische Forschung: Komisch-werden. Humor, Differenz, Kritik” an der Universität Osnabrück basierte auf vorangegangenen Lehrveranstaltungen und meiner Forschung zum Thema. Das Seminar baut jeweils auf einer Auswahl von künstlerischen Arbeiten sowie wissenschaftlichen Texten auf. Diese Ausgangspunkte kombinieren machtkritische Positionen mit unterschiedlichen Formen von Humor. Das Material wurde diesmal mit einem Schwerpunkt auf queeren sowie intersektionalen Themen in der Kunst, der Musik und im Comic sowie in der Fachdidaktik ausgewählt. Produktionen von Sabian Baumann, Alison Bechdel, Shelby Criswell, Guerilla Girls, Jakob Lena Knebl und Ashley Hans Scheirl, Breena Nuñez, Karl-Josef Pazzini und Lil Nas X erfuhren eine intensive Bearbeitung und wurden in Vermittlungsexperimente transformiert. Jede*r Teilnehmer*in führte begleitend zum Seminar ein Humortagebuch, aus dem in einzelnen Sitzungen Ausschnitte vorgetragen wurden. Nach einigen Onlinesitzungen mit Übungen, Lektüren und Werkstattzeiten fand ein Blockseminar in Osnabrück statt. Am ersten Tag trafen wir uns in der Universität, am zweiten konnten wir in der Kunsthalle Osnabrück arbeiten. Durch die Angebote der Interaktion und den Wechsel zwischen Einzel- und Gruppenphasen im Rahmen der Vermittlungsexperimente, die meistens von zwei Studierenden angeleitet wurden, gab es diverse Momente, um sich persönlich zu zeigen und sich kennenzulernen. Der Raum für Gespräche und Zuhören wirkten vertrauensbildend, sodass auch der Infragestellung von bekannten pädagogischen Formen offen begegnet wurde und die Studierenden sich am Ende bestärkt fühlten. |
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Intervenierende Autobiographien - die Kunst der Nicht-Reproduktion Seminar in der Floating University mit Prof. Dr. Maren Hartmann, GWK Studium Generale, UdK Berlin, SoSe 2022 Diese Lehrkooperation mit Prof. Dr. Maren Hartmann ging von dem gemeinsamen Interesse am Genre der Autosoziobiografie aus, an biografischen Texten also, die Lebensgeschichten in soziale Zusammenhänge einbetten. Die bekanntesten Beispiele dafür wurden von Didier Eribon, Annie Ernaux und Edouard Louis geschrieben. Das Angebot im Studium Generale adressierte Studierende aus unterschiedlichen Fakultäten. Ort der Seminartreffen war die Floating University, ein als Labor für urbane Experimente umgenutztes Regenwasserbecken in der Nähe des Tempelhofer Feldes. Neben der Lektüre und Diskussion von ausgewählten Büchern stand das eigene Schreiben von Erinnerungsstücken im Zentrum. Klassismus als eine relativ neu bzw. wiederentdeckte Form der Diskriminierung wurde dabei aus verschiedenen intersektionalen Perspektive betrachtet. Mit einem Theaterbesuch, einem „Büchermarkt" und Diskussionen im Gehen (s. Abb.) verging die Zeit an diesem Ort mit Gemeinschaftsküche wie im Fluge. Beim letzten Treffen griffen wir eine Idee von Eva Blome auf, die u.a. die Rolle von Fotografien in autosoziobiografischen Erzählungen untersucht hat. Wir brachten jeweils ein persönliches Foto mit, das wir im gesellschaftlichen Kontext besprachen und dabei Formelhaftes und Vorurteile unterbrachen. |
![]() Rollenspiel mit Memes von Nina Wöhrmeyer und Alexa Rosemann zu einem Text von Schmidt/Lingg (2020) über den Ibiza-Skandal 2019, der die österreichische Regierung in eine Krise manövrierte. |
Didaktische Forschung: Komisch werden.
Humor, Differenz, Kritik Hybrid-Seminar (MA) Institut für Kunst/Kunstpädagogik, Universität Osnabrück, WiSe 2021/22 Das Seminar mit dem Titel Komisch-werden fand im Winter 2020/21 unter pandemischen Bedingungen statt. Im Zentrum des Komisch-Werdens stand die Realisation von pädagogischen Einheiten, die jeweils zu zweit vorbereitet wurden und für die je eine künstlerische oder wissenschaftliche Position den Ausgangspunkt bildete. Da die zur Auswahl stehenden Positionen sich mit Komik/Humor und sozialen Ungleichheiten beschäftigen, bearbeiteten und reflektierten die Seminarteilnehmer*innen das Spannungsfeld zwischen ernsten Themen und humorvollen Herangehensweisen. Mithilfe von Materialien zu Forschungsfragen und -methoden wurden weiterführende Ansätze kunstdidaktischer Forschung formuliert. |
![]() Performative Intervention von Marie Salcedo Horn über Fragen der Positionierung zu einem Foto von Kazuyoshi Usui (2003) |
Grenzen der Vermittlung erkunden Hybrid-Seminar (MA) Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, UdK Berlin, und Präsentation auf dem Festival Platz für Diversität!?", SoSe 2021 Eine Gruppe von Akteur*innen, die an der UdK Kunst auf Lehramt studierten, präsentierte auf dem Festival Platz für Diversität!? - Diskriminierungskritische Allianzen zwischen Kunst und Bildung Einblicke in das Seminar "Grenzen der Vermittlung erkunden". Diese Grenzen bezogen sich zunächst auf künstlerische Arbeiten, die durch kulturelle oder politische Bezüge irritieren oder unbequeme Fragen hervorrufen. Darüber hinaus ging es um das Ausloten persönlicher Grenzen: Welche Kunst kann und will ich in der Schule vermitteln? Wie und wem gegenüber kann ich das tun? Und wie kann ich dabei diskriminierungskritisch und differenzreflexiv vorgehen? Wie müssen die Rahmenbedingungen dafür ausssehen? Die Zwischenergebnisse wurden in Form von experimentellen Vorträgen und kurzen Videos online aufgeführt und mit dem Publikum besprochen. Ziel war es, sich über Standpunkte und Handlungsräume diskriminierungskritischer Kunst und Pädagogik auszutauschen und das Bewusstsein darüber voranzubringen. |
![]() Monitor-Farbspiel zum Aufwärmen |
Einführung in die Kunstdidaktik,
Q-Master Die Einführung in die Kunstdidaktik
für Q-Master-Studierende, d.h. solche, die als praktizierende Künstler*innen
eine Lehramtsqualifikation anstreben, wurde erstmals als wöchentliche
Videokonferenz durchgeführt.
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![]() Vermittlungsexperiment von Sturm und Gentileschi aus, angeleitet von Silke Wittig und Witalij Frese |
Begleitseminar Praxissemester,
Q-Master Dieses Seminar begleitet das Praxissemester
im postgradualen Lehramts-Master für Künstler*innen. Im Winter
20/21 fand es alle zwei Wochen online und in Kooperation mit der Künstlerin
und Lehrerin Kathrin Sohn statt. |
![]() Schüler*innenarbeiten |
Medien / Körper / Wissen Körperlichkeit und Medienpraktiken
werden heute als eng miteinander verschränkt wahrgenommen. Körper
verlängern digitale Medien und umgekehrt, oder, wie es Heidrun Allert
und Michael Asmussen formulieren: Wir können aus der Kultur
der Digitalität nicht heraustreten (2017: 28). Angesichts dieser
schwer zu durchdringenden Verbindung unterschiedlicher Materialitäten
und Techniken bieten zeitgenössische künstlerische Perspektiven
einen Raum, um (den eigenen) Umgang mit dieser Wechselbeziehung zu reflektieren.
Im Seminar erarbeiteten wir mit Kunstbetrachtung und drei Grundlagentexten
differenzreflexive Perspektiven auf mediale Repräsentation. |
![]() Visuelle Stellungnahmen im Rahmen eines Vermittlungsexperiments ausgehend von Carrie Mae Weems, angeleitet von Fabian Gründler und Moritz Kexel |
Komisch werden. Humor, Differenz, Kritik Seminar (MA) Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen, WiSe 2018/19 Ausgehend von künstlerischen Arbeiten, praktischen Übungen und einigen Texten beschäftigte sich dieses Seminar mit humorvoller Kunst aus sozialkritischen Perspektiven. Die Kombination von Humor und Sozialkritik ist kein Zufall, denn bevorzugter Angriffspunkt von Witzen sind häufig die vermeintlichen Schwachstellen der Anderen. Damit sind Sexualisierung, Ethnisierung und andere abwertende Einstellungen gegenüber bestimmten Personengruppen allgemein gesagt das Prinzip des Othering zentrale Bausteine der Regime des Lächerlichen. Insbesondere minorisierte Schüler_innen und Lehrer_innen erleben das verstärkt in der Schule. Als Gegenmaßnahmen sind das Zurücklachen oder auch ein Umlenken der Aufmerksamkeit auf angeblich normale Umstände denkbar. Die Ziele des Seminars, d.h. die Differenzierung von Humorbegriffen und -praktiken, die Erkundung des eigenen Humors und seiner Situiertheit, die Sensibilisierung für andere Perspektiven und die Annäherung an Humor als künstlerisch-pädagogische Strategie, wurden von den Studierenden abschließend reflektiert und positiv kommentiert. |
![]() Präsentation einer fotografischen Recherche über Graffiti in Essen |
Forschungsansätze Seminar (BA) Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen, SoSe 2018 Die Teilnehmenden gründeten Forscher_innen-Teams und erarbeiteten jeweils ein Konzept für ein während des Semesters machbares Feldforschungsprojekt. Ausgangspunkte waren ästhetische Phänomene und Praktiken von Kindern oder Jugendlichen. Die Teams entschieden sich in einem pädagogischen oder alltagsästhetischen Praxiszusammenhang, den sie beobachten wollen, für ein bestimmtes Feld, außerdem für Dokumentationsmethoden und eine Frage, die sie an das erhobene Material stellen wollen. Sie verfassten während des gemeinschaftlchen forschungsprozesses Memos und bezogen Theorien der empirischen Sozialforschung und der Kunstdidaktik ein. Auch künstlerische Erhebungs- und Präsentationsformen wurden erprobt, wie beispielsweise in der räumlichen Anordnung einer Fotorecherche zum Vorkommen von Graffiti in allen Essener Stadtteilen (s. Abb. li.). |
![]() Temporäre Installation im Folkwang Museum Essen während einer Laborsitzung |
Grundlagen der Kunstdidaktik Vorlesung und Labor (BA) Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen, seit SoSe 2018 Die interaktive Vorlesung Grundlagen der Kunstdidaktik gibt regelmäßig einen Einblick in wichtige kunstpädagogische Entwicklungslinien und Ansätze der Fachdidaktik. An exemplarischen Texten werden Argumentation, Aufbau und der Kontext der theoretischen Aussagen analysiert und diskutiert. Praxisbeispiele werden in theoretische Zusammenhänge gestellt. Theorie wird an der Praxis überprüft. Fragen der (eigenen) ästhetischen Sozialisation werden verknüpft mit solchen nach natio-ethno-kulturellen Zugehörigkeitsordnungen (Mecheril). Entsprechend beschäftigt sich die Veranstaltung mit aktuellen Paradigmen wie dem des Verlernens (Spivak) ebenso wie mit der Rolle von Medien in Bildungsprozessen. Ziel ist es, sich in diesem Feld von Theorie und Praxis bewegen zu lernen, um in der Folge differenzierte kunstpädagogische Entscheidungen begründen zu können, die die spielerische oder experimentelle, sprechende und forschende Auseinandersetzung mit Kunst und Alltagsästhetik ermöglichen. Das Labor für Kunstunterricht und Kunstvermittlung, das zusammen mit Dr. Sabine Sutter angeboten wurde, ist eine Werkstatt, in der gemeinsam der Blick auf die Rahmenbedingungen bspw. musealer Präsentation von Kunst geübt wird. Hier werden eigene Beobachtungen angestellt und Perspektiven auf Kunst entwickelt, die eine Basis für Kunstunterricht darstellen. |
![]() Überprüfung der Wasserfestigkeit von Stiften, um den Begriff des Experiments zu klären |
Kunst-Wissen-Komplex |
![]() Videoübung mit einem Portrait von Zanele Muholi |
Gender and Art/Eduction. |
![]() Aufgabenstellung entlang von getakteten Arbeitsblättern, die von Hanne Darbovens Arbeitsweise inspiriert waren |
slow is the new fast.
Über Zeit in der Kunst und der Kunstvermittlung Seminar (MA) Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, Universität der Künste (UdK) Berlin, WiSe 2015/16 Ausgehend von künstlerischen Arbeiten und kunstpädagogischen sowie kulturwissenschaftlichen Texten beschäftigte sich dieses Seminar mit Zeit in der Kunst und in der Kunstvermittlung. Mit wechselnden Medien (Fotografie, Schrift, Zeichnung, Video) sollten persönliche, kulturelle oder politische Auffassungen von Zeit festgehalten und wieder losgelassen werden. Weiter war geplant, von der betrachteten Kunst und Theorie aus Ideen für Unterricht oder pädagogische Projekte zu skizzieren, zu erproben und zu reflektieren. |
![]() Sammlung von Kinderbucherinnerungen zu Beginn der Vorlesung |
Kunstpädagogik/Ästhetische
Bildung für die Primarstufe Vorlesung (BA) Department für Lehrer[*innen]bildung und fachdidaktische Forschung, Universität Potsdam, WiSe 2016/17 Diese Grundlagenveranstaltung skizzierte wichtige kunstpädagogische Fragestellungen und aktuelle Ansätze der Fachdidaktik. So ging es beispielweise um Zugänge zur Kunst beim Unterrichten in der Grundschule sowie um die Rolle von Medien wie Collage, Fotografie, Ton, Trickfilm, Video und Zeichnung in Bildungsprozessen. Hierbei wurden Begriffe wie Kompetenzorientierung oder Inklusion anwendungsnah behandelt. Durchgängig wurden Fragen nach ästhetischen Vorlieben und Gewohnheiten mit solchen nach Geschlecht, Herkunft und anderen kulturellen Differenzen verknüpft, die schon im Kindergarten die Sprache und das Verhalten prägen. Formen der Beteiligung wurden an Beispielen von Kunstunterricht oder Kunstrezeption mit Kindern/Schüler_innen diskutiert. Zeitgenössische kunstpädagogische Strategien wie mapping oder Feldforschung wurden in interaktiven Einheiten erprobt und hinterlegt mit zeitgenössischer Theorie und Praxis. Ziel der Einführung ist es, sich mit den Themen Wahrnehmung, Kommunikation, Planung und Positionierung in edukativen Settings auseinanderzusetzen und eine Basis zu bieten, um eigene Vorstellungen für differenzierten, qualitätvollen Kunstunterricht zu entwickeln. |
![]() Performatives Setting mit Büsi AKA Kitty (2001) von Fischli & Weiss zu einem Text von Elke Krasny (2009) |
Artistic/Didactic Research
Seminar (BA) Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, UdK Berlin, SoSe 2014 Anhand von künstlerischen Arbeiten und Texten aus unterschiedlichen Disziplinen wurde die Schnittstelle zwischen künstlerischer und didaktischer Forschung betrachtet. Relevante Begriffe hierbei sind artistic research, forschendes Lernen oder forschende Lehrer_innen. Das Seminar ging von Positionen der Gegenwartskunst und den darin verhandelten Formen der Forschung aus. Dazu gehören auch Vortragsperformances und künstlerische Arbeiten, die sich mittels Statistik, Interviews oder Protokollen mit Fragen von Bildung und Erziehung auseinandersetzen. |
![]() Schüler*innenarbeit aus einerUnterrichtseinheit von Claudius Hausl über dreidimensionale Collagen |
Ungehorsames Sehen lernen - Collage als
kritisches Verfahren Seminar (BA) Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, UdK Berlin, WiSe 2013/14 Die Kunst der Collage war 2013 gut 100 Jahre alt. In diesem Seminar wurde Collage als kritisches, pädagogisches Verfahren diskutiert und erprobt. Hierfür wählten die beteiligten Studierenden anhand von Bildausschnitten künstlerische Arbeiten. Sie stellten die Grundlage für pädagogische und handwerkliche Übungen (digital und analog, individuell und kollektiv) dar. Darüber hinaus spielten zwei Themenhefte von "Kunst + Unterricht" eine Rolle sowie Theorien über ungehorsames Sehen (Judith Butler) und über Collage als kritisches pädagogisches Medium (Wolfgang Kunde). Nach der Lehrveranstaltung gab es für interessierte Studierende die Gelegenheit, freiwillig eine Unterricht für Grundschüler*innen zu planen und durchzuführen. Zwei Studierende nahmen die Chance wahr und so experimentierte eine Schulklasse unter anderem mit dreidimensionalen Collagen nach Jirí Colár (s. Abb.). |