Temporäre Installation im Folkwang Museum Essen während einer Laborsitzung

Grundlagen der Kunstdidaktik
Vorlesung und Labor (BA)
Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen, seit SoSe 2018


Die interaktive Vorlesung „Grundlagen der Kunstdidaktik“ findet semesterweise statt und gibt einen Einblick in wichtige kunstpädagogische Entwicklungslinien und Ansätze der Fachdidaktik. An exemplarischen Texten werden Argumentation, Aufbau und der Kontext der theoretischen Aussagen analysiert und diskutiert. Praxisbeispiele werden in theoretische Zusammenhänge gestellt. Theorie wird an der Praxis überprüft. Fragen der (eigenen) ästhetischen Sozialisation werden verknüpft mit solchen nach „natio-ethno-kulturellen Zugehörigkeitsordnungen“ (Mecheril). Entsprechend beschäftigt sich die Veranstaltung mit aktuellen Paradigmen wie dem des „Verlernens“ (Spivak) ebenso wie mit der Rolle von Medien in Bildungsprozessen.

Ziel ist es, sich in diesem Feld von Theorie und Praxis bewegen zu lernen, um in der Folge differenzierte kunstpädagogische Entscheidungen begründen zu können, die die spielerische oder experimentelle, sprechende und forschende Auseinandersetzung mit Kunst und Alltagsästhetik ermöglichen.

Das Labor für Kunstunterricht und Kunstvermittlung (Lehrangebot zusammen mit Dr. Sabine Sutter) ist eine Werkstatt, in der gemeinsam der Blick auf die Rahmenbedingungen bspw. musealer Präsentation von Kunst geübt wird. In der Folge werden eigene Beobachtungsaufgaben und Perspektiven auf Kunst entwickelt, die als Basis für Kunstunterricht dienen können.



Collage im Rahmen eines Vermittlungsexperiments ausgehend von Jean-Ulrick Désert

Komisch werden. Humor, Differenz, Kritik 
Seminar (MA)
Institut für Kunst und Kunstwissenschaft, Universität Duisburg-Essen, WiSe 2018/19

Ausgehend von künstlerischen Arbeiten, praktischen Übungen und einigen Texten beschäftigt sich dieses Seminar mit humorvoller Kunst aus sozialkritischen Perspektiven. Diese Kombination ist kein Zufall, denn bevorzugter Angriffspunkt von Witzen sind häufig die vermeintlichen Schwachstellen der Anderen. Damit sind Sexualisierung, Rassifizierung/Ethnisierung und andere abwertende Einstellungen gegenüber bestimmten Personengruppen – allgemein gesagt das Prinzip des ‚Othering‘ – zentrale Bausteine der Regime des Lächerlichen. Insbesondere minorisierte Schüler_innen und Lehrer_innen erleben das verstärkt in der Schule. Als Gegenmaßnahmen sind das Zurücklachen oder auch ein Umlenken der Aufmerksamkeit auf angeblich normale Umstände denkbar.



Frottage am Eingang des Gutshofs Sauen, um den Begriff des Experiments zu klären

Kunst-Wissen-Komplex 
Seminar & Exkursion (MA)
Universität der Künste Berlin in Kooperation mit Prof. Dr. Linda Hentschel, Kunstuniversität Mainz, SoSe 2017

Künstlerisches Forschen und Lernen ist ein kontrovers diskutiertes Themenfeld. Während dieses Studienaufenthalts wendete sie Seminargruppe sich mit verschiedenen Beobachtungen, Übungen, Medien und Texten den Möglichkeiten von„art based research“ zu. Dabei wurde die Frage aufgeworfen, wie aus der Perspektive der Teilnehmenden ein hegemoniekritisches, ironisches und dekonstruktives künstlerisches Forschen und Lernen aussehen könnte. Experimentelle Antworten darauf wurden entworfen, getestet, dargestellt, aufgeführt, debattiert.
Die unterschiedlichen Erfahrungen der Studierenden der beiden beteiligten Kunsthochschulen ermöglichten einen vielseitigen Austausch und die Analyse von institutionellen Rahmungen sowie den damit verbundenden Auffasssungen von Kunst und Wissen.




Aufgabenstellung entlang von getakteten Arbeitsblättern, die von Hanne Darbovens Arbeitsweise inspiriert waren

slow is the new fast.  Über Zeit in der Kunst und der Kunstvermittlung
Seminar (MA)
Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, Universität der Künste (UdK) Berlin, WiSe 2015/16


Ausgehend von künstlerischen Arbeiten und kunstpädagogischen sowie kulturwissenschaftlichen Texten beschäftigt sich das Seminar mit Zeit in der Kunst und in der Kunstvermittlung. Mit wechselnden Medien (Fotografie, Schrift, Zeichnung, Video) sollen persönliche, kulturelle oder politische Auffassungen von Zeit festgehalten und wieder losgelassen werden. Weiter ist geplant, von der betrachteten Kunst und Theorie aus Ideen für Unterricht oder pädagogische Projekte zu skizzieren, zu erproben und zu reflektieren.


Sammlung von Kinderbucherinnerungen zu Beginn der Vorlesung

Kunstpädagogik/Ästhetische Bildung für die Primarstufe 
Vorlesung (BA)
Department für Lehrer[*innen]bildung und fachdidaktische Forschung, Universität Potsdam, WiSe 2016/17

Die Veranstaltung skizzierte wichtige kunstpädagogische Fragestellungen und aktuelle Ansätze der Fachdidaktik. So ging es beispielweise um Zugänge zur Kunst beim Unterrichten in der Grundschule sowie um die Rolle von Medien wie Collage, Fotografie, Rauminszenierung, Karten, Programmierung, Sprache, Ton, Trickfilm, Video und Zeichnung in Bildungsprozessen. Hierbei wurden Begriffe wie Kompetenzorientierung oder Inklusion anwendungsnah behandelt.
Durchgängig wurden Fragen nach ästhetischen Vorlieben und Gewohnheiten mit solchen nach Geschlecht, Herkunft und anderen kulturellen Differenzen verknüpft, die schon im Kindergarten die Sprache und das Verhalten prägen.
Formen der Beteiligung wurden an Beispielen von Kunstunterricht oder Kunstrezeption mit Kindern/Schüler_innen diskutiert. Zeitgenössische kunstpädagogische Strategien wie mapping oder Feldforschung werden in interaktiven Einheiten erprobt und hinterlegt mit zeitgenössischer Theorie und Praxis.

Ziel der Einführung ist es, sich mit den Themen Wahrnehmung, Kommunikation, Planung und Positionierung in edukativen Settings auseinanderzusetzen und Grundlagen zu bieten, um eigene Vorstellungen für differenzierten, qualitätvollen Kunstunterricht zu entwickeln.



Performatives Setting mit Büsi AKA Kitty (2001) von Fischli & Weiss zu einem Text von Elke Krasny (2009)

Artistic/Didactic Research 
Seminar (BA)
Institut für Kunstdidaktik und Ästhetische Bildung, UdK Berlin, SoSe 2014

Anhand von künstlerischen Arbeiten und Texten aus unterschiedlichen Disziplinen wurde die Schnittstelle zwischen künstlerischer und didaktischer Forschung betrachtet. Relevante Begriffe hierbei sind ‚artistic research’ sowie ‚forschendes Lernen’ oder ‚forschende Lehrer_innen’. Das Seminar geht aus von Positionen der Gegenwartskunst und den darin verhandelten Formen der Forschung sowie ihrer Repräsentation und Methodik. Dazu gehören zum Beispiel Vortragsperformances und künstlerische Arbeiten, die sich mittels Statistik, Interviews oder Protokollen mit Fragen von Bildung und Erziehung auseinandersetzen.